Freitag, 25. Mai 2018

unser gemüse heute


drei salate, rüebli, kartoffeln, frühlingszwiebeln, die besser noch ein bisschen gewachsen wären, zwiebeln, das war's - nach vie jahren bioco wundert mich das nicht mehr, wo soll es auch herkommen, muss ja auch erst mal was wachsen!

Mittwoch, 23. Mai 2018

surface form and space

 mit einigen kleineren mustern neigt sich der onlinekurs "surface form and space" bei pam de groot seinem ende zu. auch das "gehirn" hab ich noch gefilzt, allerdings in grün und so ist es eher so eine art moos geworden. nix gegen innereien, aber wenn dann bitte auf dem teller!


von links nach rechts: warts (warzen), 2 mal pimples (pickel/noppen - bei den oberen habe ich abschnitte von einer mehrfarbigen filzschnur genommen), brain (gehirn) oder vielmehr moos!, und nochmal warts.


schier überwältigt bin ich von der vielfalt der hergestellten objekte. insgesamt erheben sich alle in irgendeiner form aus der fläche heraus und strukturieren sie - bis auf die eingefilzten steine.

die abschlussaufgabe des kurses sieht nun vor, einen "samplodicus" zu filzen - eine art beispieltier, als anregung dienen nacktkiemer, aber so recht hat mich die aufgabe noch nicht erfasst. anstattdessen denke ich darüber nach, wie ich einzelen elemente in meine arbeiten integrieren kann.

zuerst aber musste ich versuchen die steine, die mir wie ein fremdkörper erscheinen (ich liebe schubladen und die sind hier momentan einfach nicht so am rechten ort) in eine fläche einzufilzen.


schablone umhüllt, steine zuerst mit plastik, dann mit wolle umhüllt, zusammengesetzt und mit einer weiteren schicht wolle umhüllt, angefilzt, gerollt (es fällt mir immer noch schwer, so rasch mit dem rollen anzufangen, aber die ergebnisse sprechen für sich), schablone entnommen, weitergefilzt, plastikfolie um die steine entnommen, weitergefilzt (wobei sich lustigerweise die beiden einschnitte bei den steinen wieder geschlossen haben), kugelig geformt, und ganz zum schluss die steine freigeschnitten, die nun in einer art filzfassung festsitzen:


ging erstaunlich einfach - wenn ich das gewusst hätte, hätte ich gleich ein grösseres objekt versucht, mit mehr steinen. aber das kann ich ja dann morgen machen.

Montag, 21. Mai 2018

unser gemüse heute


so ganz habe ich mich noch nicht an die wöchentliche lieferung gewöhnt, darum das am freitag noch schnell vor der abreise fotografierte gemüse erst heute am pfingstmontag hier im blog.
es waren dabei: drei salate, ein wenig krautstiel, frühlingszwiebeln, fenchel mit viel fenchelgrün (welch überraschung, das hatte ich selbst dran gelassen) und kartoffeln. nachdem am donnerstag der bauer so gejammert hatte, dass er nix zu verteilen hätte, war ich sogar angenehm überrascht. naja, ich war ja auch übers wochenende weg, also steht das gesamte gemüse für montag bis donnerstag zum kochen zur verfügung und dafür wird es schon reichen.

Freitag, 18. Mai 2018

was schön war - diese woche.

am anfang der woche hatte ich eigentlich nur zwei grosse themen für die woche vorgesehen, nämlich den blog für die neue europäische datenschutzgrundverordnung fitzumachen (für die website macht das mein it-beauftragter, da muss ich nur ein dsgvo konformes anmeldeformular für den newsletter liefern) und die tomaten endlich in ihre töpfe zu setzen.
daneben hatte ich eine ganze reihe kleinerer baustellen, die ich endlich gerne zum abschluss bringen wollte, aber nichts wirklich dringendes. ausserdem im kalender eine geburtstagkaffeeeinladung, ein einsatz auf dem gemüsefeld und die impfung des katers.
und ich rechnete damit, das letzte modul des onlinefilzkurses bearbeiten zu können und eventuell sogar teile des vorletzten moduls nachzuholen, die in der woche zuvor den festvorbereitungen zum opfer gefallen waren.



nun, es kam natürlich anders als geplant. nachdem ich am montag ganz gut in sachen dsgvo und sonstigen organisationsdingen gestartet war und am nachmittag auch noch den platz für die tomatenkübel freigeräumt, sowie einige pflanzen im garten versorgt hatte, wurde am dienstag die tochter krank und lag für zwei tage mit halsweh und für einen auch mit fieber zu bett. also reduzierte ich mein programm auf das notwendige und um den filzpart. fiel mir auch garnicht schwer, denn das "brain", das man im letzten instruktionsabschnitt des onlinekurses filzen soll, finde ich sowieso eher ... naja, im besten fall unappetitlich. ich wüsste auch nicht, wo ich so was einsetzen soll, also müsste ich das höchstens ausprobiert haben, um zu wissen, dass ich es kann. grosszügig nehme ich jetzt mal an, dass ich könnte wenn ich wollte.

ich war also nicht gerade pausenlos zuhause, aber immerhin mehr als geplant und
- räumte den vorratsschrank auf (und weiss jetzt unter anderem, dass es demnächst ein erdbeertiramisu geben muss, damit die abgelaufenen löffelbisquits wegkommen),
- kaufte ein geburtstagsgeschenk äusserst lokal,
- stellte ein fotobuch von unserem fest zusammen,
- beschäftigte mich damit, welche daten eigentlich beim besuch meines blogs erhoben werden (installieren sie ghostery und lassen sie sich überraschen oder lesen sie die datenschutzerklärung),
- bestellte fotos für bedankungskärtchen (alle die hier mitlesen: es wird noch ein bisschen dauern, die geschenke waren aber wirklich toll!),
- setzte zwischen zwei regengüssen zwei kompostbehälter um und füllte die tomatenkübel,
- schloss datenverarbeitungsverträge ab,
- pflanzte die tomaten ein,
- war auf dem hof nicht wirklich hilfreich, weil es wegen regen wenig zu tun gab und freute mich einfach so am anblick der vielen, vielen setzlinge,



- organisierte impftermine und organisierte sie wieder um,
- bügelte wäsche weg,
- schaute mit der tochter "eine reihe betrüblicher ereignisse",
- erwog die wahl eines neuen newsletterdienstes, weil mit dem alten, in den usa ansässigen die umsetzung der dsgvo mühsam ist,
- hörte von der tochter das wort "winkelhalbierende",
- machte mit kai am abend einen spaziergang zur werkstatt um die blumen zu giessen.
 
jeden abend hatte ich zwar das gefühl nicht wirklich was geschafft zu haben, aber war trotzdem zum umfallen müde.
mittlerweile ist die tochter wieder gesund, der kater geimpft und ich bereit zum start ins wochenende!


und was ist das? süsskartoffeln! hätten sie es gewusst? also ich nicht, aber glücklicherweise hatten die setzlinge schildchen. man darf also gespannt sein, was da in den körben landet!

Montag, 14. Mai 2018

12 von 12 im mai 18

nein, nein, ich hab das 12 von 12 am samstag nicht vergessen. aber anstatt mich damit zu beschäftigen, wie ich 12 bilder zusammenbekomme, musste ich aus 230 fotos aussuchen...
ursprünglich dachte ich ja, dass es ein glücksfall sei, dass wir den termin für unser grosses geburtstagsfest auf den 12. gelegt hatten - das war es auch, aber halt nicht für das 12 von 12. denn ich hatte natürlich überhaupt keine zeit, meine 12 fotos zu posten - gemacht habe ich auch nicht alle selbst. und dann lag der fokus beim fotografieren logischerweise vor allem auf den gästen, vielen gästen, die ich jetzt nicht einzeln fragen wollte, ob sie gerne mal bei mir im blog auftauchen wollen. also hab ich zuerst ein bisschen gehadert, dann den tag mit der dsgvo und den notwendigen veränderungen im blog verbracht, dann ein bisschen im garten herumgeräumt und dann eine idee gehabt, wie ich ihnen hier im blog zeigen kann, was für ein schönes fest wir am samstag hatten.



los ging es schon in der woche vor dem fest mit dem herstellen einer grossen schachtel riesenkonfetti für die tischdekoration (naja, eigentlich ging die organisation schon viel früher los, aber ab den konfettis war endspurt).

 und mit dem backen eines grossen stapels grissini. wir witzelten noch so, dass es die immer dann geben solle, wenn es sonst nichts zu essen geben würde, also... nie. am ende waren ein paar krümel übrig, nicht mehr.

 

die ersten gäste reisten bereits am donnerstag an und wurden zum helfen angestellt, hier macht kais tante die blumendeko aus wiesenblumen und blühenden sträuchern, die vorher kais onkel und der grosse sohn gesammelt hatten. 

die vorparty war schon ziemlich gut, das wetter, das uns am donnerstag eine dringend nötige dusche für den garten spendiert hatte, lief auch allmählich zu festlaune auf, so dass wir noch lange draussen sitzen konnten. 

 

für alle frühaufsteher gab es am samstagmorgen noch ein karges frühstück bei uns zuhause. 


parallel bin ich mit dem grossen sohn voraus in unsere festlokation gefahren und habe die tisch- und raumdeko verteilt. 
danach wurde es nochmal kurz spannend, denn ein paar der eigens schon am vortag angereisten gäste fanden das lokal nicht hatten beim frühstück im hotel die zeit vergessen. 


 aber irgendwann waren dann alle da und es konnte losgehen mit dem brunch.


 musikeinlage mit der tochter am saxophon, kai an der gitarre und dem befreundeten percussionisten (hinter der säule).


 unseren gästen hatten wir bei beginn des frühstücks die aufgabe gestellt, auf kleinen zetteln den ort oder die gelegenheit zu schreiben, an dem sie uns zum ersten mal gesehen oder gesprochen hatten. hier sind wir gerade dabei zu erraten, wer welchen zettel geschrieben hat. ich schäme mich ein bisschen, dass ich fast immer daneben lag, aber ich schiebe es auf die aufregung.


 anschliessend konnten sich unsere gäste noch ein andenken an die party drucken - das logo unserer einladung mit siebdruck auf eine stofftasche. 
wir beendeten den brunch und zügelten nahezu die ganze festgesellschaft in unseren garten zum weiterfeiern.


mit  kuchen vom buffet und kaffee oder prosecco und aperogebäck verteilten sich die gäste rund ums haus. 

 

zum abendessen warfen wir den grill an, servierten zwei grosse schüsseln salat und brot und die allmählich kleiner werdende gästeschar suchte sich ein plätzchen am feuer oder zumindest unter der lichterkette. 


als wir spät am abend gerade nach drinnen umgezogen waren, ging es draussen los mit ein bisschen donner und wenig regen. 
die vielen schönen geschenke, die wir bekommen haben, haben wir dann erst am sonntag so richtig anschauen können. das schönste geschenk war aber das gelungene fest und die vielen gäste, denen es so gut gefallen hat!

Donnerstag, 10. Mai 2018

drei tage voll im filz

meine drei filztage starteten am vergangenen sonntag mit dem kunsthandwerklichen frühlingsmarkt im und ums gemeinschaftsszentrum ennetraum. bei schönstem sonnenschein verwandelte sich die strasse neben unserem haus in eine marktgasse.

 

ich konnte meinen stand direkt an der einfahrt zu unserer garage aufbauen und hatte so kurze wege für den auf- und abbau.  


vier filzrunden gab es und bei fast allen war der tisch vollbesetzt - überwiegend mit kindern, obwohl ich mit meinem angebot durchaus auch erwachsene anspreche. kleinere kinder wurden von erwachsenen begleitet, die teilweise zuerst skeptisch in ihre rolle als mithelfendes elternteil finden müssen. aus den gesprächen, aber oft auch einfach aus dem handeln hört und liest sich rasch heraus, dass kreatives tun etwas ist, das nach vielfacher überzeugung in die kinderzeit gehört. dann kann (oder soll sogar) unbeschwert fantasievoll gewerkelt, gespielt oder eben auch gefilzt werden. viele erwachsenen halten sich selbst für unkreativ und haben den kontakt zu ihrer eigenen schaffenskraft und phantasie verloren. mal ganz abgesehen von dem, was die kinder auf diese art und weise von ihren eltern vorgelebt bekommen und wie abwertend diese haltung auch gegenüber dem kindlichen kreativen tun sein kann, finde ich diese haltung auch für die erwachsenen selbst schade. 


Das Spiel ist der Jubel über das Mögliche. (Martin Huber)

 

vielleicht ist mir das auch nur so sehr aufgefallen, weil ich mich für das am montag und dienstag stattfindende modul "spiel und filz" des filzlehrgangs mit diesem thema eingehend beschäftigt hatte. hier im filzlehrgang ist es umgekehrt wieder schwierig, das technische detail nicht über die spielfreude dominieren zu lassen. die teilnehmerinnen wollen (mit recht) viel vom handwerk lernen, möglichst viel gezeigt bekommen und von den erfahrungen der kursleiterinnen profitieren. 
ball, schnur und fläche miteinander zu verbinden und so neues zu schaffen erfordert ja auch eine ganze menge filztechnisches wissen und übung. 


ich freue mich, wenn dabei wie nebenbei ein paar spielerisch bunte, aber auch herrliche unnütze dinge entstehen, die auge und hand freude machen. hoffentlich sind die teilnehmerinnen nun gut gerüstet und können der spielfreude bei ihrer hausaufgabe nachgeben!

zugleich war es für mich der abschied von dieser filzlehrgangsgruppe, sie waren zum letzten mal bei mir in der werkstatt und werden die weiteren fünf module bei anderen filzerinnen verbringen. anlass zu einem gemeinsamen abschiedsessen auf der kleinen limmatinsel.


eine von den dreien werde ich noch bei ihrer abschlussarbeit begleiten und alle sicher noch an der abschlussausstellung wiedersehen. und man darf gespannt sein, was bis dahin noch alles entstehen wird!

Samstag, 5. Mai 2018

unser gemüse heute


radieschen, zwei salate, blumenkohl, sellerie, lauch, rüebli, kartoffeln, zwiebeln und wieder ein symbolknoblauch*.

*aussenhülle perfekt, innen hohl oder matsche.

Montag, 30. April 2018

12tel blick im april


so war der blick heute auf den tisch, auf dem momentan nicht gearbeitet wird und aus dem fenster.
die veränderung vor dem fenster hat mich diese woche überrascht, war ich doch mehr als eine woche nicht in der werkstatt. überhaupt war ich im april nur sporadisch dort, zuerst waren schulferien, dann war ich selbst für ein paar tage verreist.


im april hat sich draussen so viel verändert - am 6.4. war es noch ganz kahl, aber schon so warm, dass das fenster offen bleiben konnte, am 11.4. ist erstes zartes grün sichtbar, am 17.4. schon deutlicher zu sehen.
auf dem tisch sind im vergangenen monat vor allem einzelne proben und muster für den onlinekurs entstanden, an dem ich gerade teilnehme. momentan arbeite ich an der sehr umfangreichen vierten lektion.

so hätte der 12tel-blick heute übrigens auch aussehen können, nach einigem hin- und her wegen der gipskartonwände hat kai heute noch ein regal für die "bar" montiert. (und wenn sie genau hinschauen ist auch noch ein objekt mit klauen dazugekommen.)


vorher standen die becher und gläser und krüge immer neben meinem schreibtisch, am neuen ort sollten sich auch die kursteilnehmer einfacher bedienen können!


der 12tel-blick, die blogaktion zu der ich meine fotos heute schicke, ist übrigens umgezogen, neu findet man ihn in evas blog verfuchst und zugenäht, wo sich heute wieder viele blicke versammeln.

Samstag, 28. April 2018

drei städtchen (eigentlich vier) in vier tagen

vier tage zeit zu verreisen, das ziel bei der auswahl des urlaubsorts also möglichst kurze anfahrtswege bei möglichst hohem neuigkeitswert: unsere (oder eigentlich eher meine wahl, denn die reise war ein geschenk für kai) fiel auf die romandie oder welschschweiz und das angrenzende savoyen. 

am montag starteten wir nachdem wir gegen 9 uhr die tochter zur wanderwoche abgeliefert hatten deshalb zunächst in richtung fribourg.
 

 durch die stadt läuft die saane, ein flüsschen, das ich von skiaufenthalten im berner oberland als kleiner bach und vom geografieunterricht der kinder als auswendigzulernendes schweizer gewässer kannte. in fribourg ist sie schon recht imposant, vor allem, weil sie sich eine schlucht in das anstehende sandsteinmassiv gegraben hat, die die stadt auf einer seite umgibt.


 wir wanderten von der oberen stadt auf die kleine halbinsel im fluss und dann wieder an einer anderen stelle hinauf in die stadt.


 viele treppen, aber auch wunderschöne ausblicke - unter anderem auch auf ein sehr schönes freibad.


 fribourg ist einerseits durch seine geschichte stark katholisch geprägt -andererseits durch die zweisprachigkeit. an den veschiedenen aus katholischen einrichtungen hervorgegangenen schulen und hochschulen kann man heute die abschlüsse in der regel zweisprachig erwerben.


 die kathedrale st. nikolaus ist sitz des bischofs - uns fielen vor allem die bunten jugendstilfenster und die anhäufung von kirchenkunst im innern auf.


über diverse kleien treppenwegchen kehrten wir durch das universitätsviertel wieder zurück zu unserem auto. so richtig spektatkulär ist freiburg im üechtland (wie es zur abgrenzung der deutschen universitätsstadt freiburg im breisgau offiziell auf deutsch heisst) nicht, aber wir fanden es sehr gemütlich und durch die lage am und über dem fluss sehr spannend zu entdecken! einen besuch des espace jean-tinguely-niki-de-saint-phalle mussten wir ohnehin auf einen späteren besuch verschieben, da es ja montag war...

weiter ging es richtung genfer see und dort auf die südliche seite nach evian-les-bains, das im französischen savoyen liegt. dort bezogen wir unser quartier in einem kleinen studio an der fussgängerzone und wurden erst einmal ein bisschen von unserem urlaubsziel enttäuscht, denn am abend war es quasi unmöglich noch eine gaststätte zu finden, in der zu abend essen konnten. zuletzt fanden wir wenigstens den supermarkt und entschieden uns für ein picknick in der unterkunft...
das sommerliche frühlingswetter verwirrte uns ... die saison beginnt halt doch erst im mai. 

am anderen morgen war das wetter schon wieder sommerlich, grund genug, eine schiffahrt nach lausanne zu unternehmen.


die cgn schickte uns gleich ein richtig schickes schiff, den raddampfer "vevey". 

für lausanne hatten wir uns minimal vorbereitet und wussten darum, dass wir das mudac, das musée de design et d'arts appliqués contemporains besuchen wollten. überrascht wurden wir ein wenig von der aktuellen ausstellung "ligne de mire" , die sich mit der künstlerischen auseinandersetzung mit waffen beschäftigt. der durchgang hinterliess durchaus gemischte gefühle, denn künstlerische auseinandersetzung heisst ja zunächst trotzdem zuerst einmal darstellung von waffen - auch wenn sie kritisch- distanziert ist und die in der dichte dann schon auch bedrückend sein kann.


 vom dachgeschoss aus bot sich aber auch noch ein schöner ausblick auf see und berge.


 in die andere richtung von der aussichtsplattform  an der kathedrale.


 die kathedrale nôtre dame war übrigens früher bischofssitz - desselben bischofs, der nun in fribourg residiert. kurzfristig hatte er nach der reformation in lausanne übrigens seine zuflucht in evian gesucht. (ein lustige verbindung der drei städte, die wir besucht haben!)


 als reformierte kirche ist die lausanner kathedrale im inneren viel ruhiger als die von fribourg. am nachmittag warfen die bunten fenster schöne muster auf den boden, unser blick wurde auch dadurch darauf gelenkt, weil gerade eine fotoausstellung in der kirche stattfandt, auf deren fotos vor allem das licht in der kathedrale eine rolle spielte. erst beim ausgang wurden wir auf die rosette aufmerksam - beinahe hätten wir ein meisterwerk europäischer kirchenkunst verpasst - man kann sie aber auch nur mithilfe einer art grosser lupe in der eingangshalle überhaupt sehen. 


 mir haben die hasen vor allem gefallen - da rennt immer einer hinter dem anderen her und kann ihn doch nie einholen.


 überhaupt hätte es so viel interessantes zu fotografieren gegeben - hier stellvertretend der wasserspeier am hôtel de ville.


da am abend wirklich noch lange schiffe von lausanne aus nach evian fahren, konnten wir gemütlich in der altstadt zu abend essen - endlich einmal wieder eritreisch von der hand in den mund. 



 lausanne erstreckt sich vom see weg den berg hinauf - wir waren, weil wir zeit hatten, den ganzen tag zu fuss unterwegs. es gibt auch eine metro, aber wir wollten lieber viel sehen. am abend ging es entsprechend wieder bergab, unter anderem über den stadtteil flon hinweg.


 alt und neu. nicht immer so ganz gelungen vereint. aber ganz offentsichtlich wollte das palasthotel einfach irgendwann modernen komfort bieten. nun muss es mit diesem ballast halt leben.


am hafen angekommen dämmerte es bereits und bis unser schnellboot dann ankam und uns nach evian brachte, war es ganz dunkel. am abend fahren dann auch nicht mehr die historisch behäbigen dampfer, sondern eher so eine art bus auf dem wasser, der vor allem menschen von der arbeit nach hause bringt. 

am anderen tag machten wir eine ausflug zum delta der dranse und weiter hinauf bis zur teufelsschlucht, die leider auch noch geschlossen hatte. bilder davon hier.

am abend erkundeten wir noch ein bisschen evian - vor allem die ursprüngliche evianquelle, die source cachat im jugendstil ist sehenswert, aber leider nur in der absoluten hautpsaison im juli ist das gebäude zugänglich.


von der rückseite konnte man immerhin durch die verklebten fensterscheiben ein bisschen hineinschauen. 

 


grossartig bröckelnder alter pomp.


 und eine farblich wunderbar in den evian-farben gehaltene quelle, an der auch sehr viele einheimische fast permanent wasser für zuhause abgefüllt haben - wir natürlich vor unserer heimreise auch noch.


 überhaupt ein farbiges städtchen, in dem wir dann doch noch ein lokal finden konnten, wo wir thailändisch gegessen haben. 


auf dem rückweg machten wir am donnerstag dann noch halt in montreux - noch mehr grand hotels, noch mehr strandpromenade vermochten mich allerdings nicht mehr zum fotografieren zu animieren. vermutlich sind die qualitäten montreuxs eher hör- als sichtbar.